Elektronische Sicherungen: einstellen statt wechseln
Ampy ersetzt klassische Flachsicherungen durch elektronische Sicherungen, eine pro Ausgang. Den Auslösewert stellst du frei ein, von 0,5A bis zum vollen Kanalstrom.
Wenn eine Sicherung auslöst
Der Ausgang schaltet ab, und du siehst es sofort im Dashboard, inklusive Grund. Zurücksetzen geht mit einem Fingertipp. Keine Ersatzsicherung im Handschuhfach, kein Schraubendreher, kein Sicherungskasten hinter der Sitzbank.
Flink, normal oder träge
Pro Verbraucher wählst du die Auslöse-Charakteristik, genau wie bei echten Sicherungsautomaten. So darf die Wasserpumpe beim Anlaufen kurz mehr ziehen, während eine LED-Leiste sofort abgesichert wird.
Schutz vor Dauer-Fehlern
Wer eine Sicherung immer wieder zurücksetzt, obwohl der Fehler bleibt, bekommt eine kurze Zwangspause. So wird ein echter Defekt nicht so lange weggeklickt, bis etwas heiß wird.
Ändern statt umbauen
Zieht ein Verbraucher mehr als gedacht? Du änderst den Sicherungswert in der Oberfläche, ohne Werkzeug und ohne Demontage.
Flink, normal oder träge: welche nehme ich?
Die Charakteristik legt fest, wie schnell bei zu hohem Strom abgeschaltet wird. Faustregel: träge für alles, was beim Einschalten kurz mehr zieht, flink für reine Elektronik, normal für alles dazwischen.
- Träge: Wasserpumpe, Kompressorkühlschrank, Lüfter, Markise, Hubdach, Wechselrichter. Diese Verbraucher ziehen im Einschaltmoment ein Vielfaches ihres Dauerstroms, und das ist völlig normal.
- Flink: LED-Leisten, Sensoren, Steuergeräte, Ladebuchsen. Hier ist ein plötzlicher Stromanstieg fast immer ein Fehler.
- Normal: die sichere Wahl, wenn du unsicher bist.
Wichtig: Löst die Sicherung nur beim Einschalten aus, während der Dauerstrom passt, stellst du eine Stufe träger. Den Sicherungswert deswegen hochzudrehen wäre der falsche Weg, denn der muss weiterhin zum Kabelquerschnitt passen.