Boiler smart steuern: das Boiler-Widget
Mit dem Boiler-Widget wird dein Warmwasserboiler smart, egal welche Marke und egal, womit er heizt. Du legst das Widget im Dashboard an, und ab dann regelt der SmartKnob dein Warmwasser wie ein Thermostat: auf die gewünschte Temperatur, zur gewünschten Uhrzeit und mehrfach abgesichert. Alles läuft direkt im Fahrzeug, ohne Cloud.
Zwei Heizstäbe, eine Kachel
Viele Boiler haben zwei Heizstäbe: einen für 230V, also Landstrom oder Wechselrichter, geschaltet über Switchy, und einen für 12V oder 24V direkt aus der Batterie, geschaltet über Ampy oder Switchy. Beide findest du auf einer einzigen Kachel und schaltest sie einzeln.

Auf Temperatur regeln
Im Auto-Modus stellst du nur deine Wunschtemperatur ein, den Rest macht der SmartKnob. Er hält die Temperatur mit kleinen Pausen, damit der Heizstab nicht ständig an- und ausgeht.
Schaltest du im Auto-Modus selbst von Hand, springt die Kachel sichtbar auf Manuell. Es gibt keine versteckte Automatik, du siehst immer, in welchem Modus der Boiler gerade ist.
Warmes Wasser zur Uhrzeit
Du willst um sieben duschen? Stell Uhrzeit und Wochentage ein, wie beim Wecker am Handy. Der SmartKnob rechnet selbst aus, wann er anfangen muss zu heizen, und hält die Temperatur bis zu deiner Uhrzeit. Eine kleine Zeitreserve ist eingeplant, falls dein Wechselrichter etwas langsamer heizt.

Deine Batterie bleibt dabei geschützt. Mit Landstrom oder überschüssigem Sonnenstrom heizt der Boiler immer vor. Aus der Batterie nur, solange sie über der Reserve liegt, die du eingestellt hast. Reicht die Batterie nicht, steht auf der Kachel „Batterie zu leer“, statt dass einfach nichts passiert.
Außerdem siehst du live:
- Restzeit: zum Beispiel „noch rund 34 Minuten bis 60°C“, berechnet aus der tatsächlichen Aufheizgeschwindigkeit.
- Energie heute: Gezählt wird nur, was wirklich im Wasser ankommt, gemessen am Strom. Ein defekter Heizstab zählt null.
Auf der Detailseite findest du den Temperaturverlauf der letzten 24 Stunden, ein Protokoll aller Ereignisse, den Stand aller Schutzfunktionen und alle Einstellungen.

Die Automatik denkt mit
- Lieblings-Heizstab mit Ersatz: Du wählst, welcher Heizstab bevorzugt wird, zum Beispiel der für 230V bei Landstrom. Kommt dort nachweislich kein Strom an, wechselt der SmartKnob automatisch auf den Heizstab an der Batterie. So gibt es trotzdem warmes Wasser. Diese Prüfung des 230V-Heizstabs kannst du in den Einstellungen abschalten.
- Landstrom-Automatik: Stecker rein, Boiler an. Beim Einstecken geht der Boiler in den Auto-Modus, beim Ausstecken wieder zurück, jeweils mit Hinweis. Was du selbst von Hand eingestellt hast, wird nie überstimmt.
- Andere Wärmequellen: Heizt schon deine Diesel-Standheizung oder der Motor das Wasser mit, pausiert die elektrische Regelung von selbst. Die Kachel sagt dir, warum.
- Zusammenspiel mit der Heizung: Bei Heizungen, die das Wasser mitheizen, zum Beispiel Timberline, Truma Combi oder wassergeführte Heizungen von Webasto und Eberspächer, passt der SmartKnob auf. Wird das Wasser zu heiß, schaltet er zuerst die Heizstäbe ab, dann senkt er die Solltemperatur der Heizung und erst als letzten Schritt schaltet er sie ganz ab. Danach stellt er alles wieder her, auch deinen ursprünglichen Heizungs-Sollwert, selbst nach einem Neustart. Ist es im Wohnraum gerade kalt, verzichtet er auf das sanfte Absenken, denn ein bisschen Boiler-Optimierung soll dich keine kalte Nacht kosten. Die Notabschaltung bei zu heißem Wasser greift aber immer.
- Frostschutz: Fällt das Wasser unter deine eingestellte Grenze zwischen 2 und 10°C, heizt der SmartKnob ein paar Grad darüber. So friert nichts ein.
- Smart Solar Plus (Zusatz-Lizenz): Ist die Batterie voll und die Sonne liefert weiter, heizt der SmartKnob den Boiler über die normale Temperatur hinaus. Der Boiler wird so zum Wärmespeicher. Mehr dazu in Smart Solar Plus: Solarüberschuss wird Warmwasser.
Hygiene: Schutz vor Legionellen
In einem Rhythmus, den du festlegst (Standard: alle 7 Tage), heizt der SmartKnob das Wasser auf 65°C und hält diese Temperatur 30 Minuten. Ob das wirklich geklappt hat, misst der Sensor nach.
- Am liebsten startet das Programm, wenn Sonnenstrom übrig ist oder Landstrom anliegt, sonst zur eingestellten Nachtstunde.
- Aus der Batterie läuft es nur, solange deine Mindest-Reserve nicht unterschritten wird. Sonst wartet es sichtbar auf Energie und bricht auch mittendrin ab, wenn die Batterie unter die Reserve fällt.
- Dieselbe Reserve gilt für das Hygiene-Programm und für den Timer. Ein Regler, eine Regel. Landstrom und Sonnenstrom sind davon ausgenommen, die kosten dich nichts.
- Jeder Durchlauf steht mit Datum im Protokoll, die Kachel zeigt zum Beispiel „zuletzt vor 3 Tagen“.
Wir zeigen dir dabei nur, was sich nachprüfen lässt, also wann zuletzt durchgeheizt wurde, und keine ausgedachte „Legionellen-Wahrscheinlichkeit“. Der Sensor misst den Boiler, nicht die Leitungen und den Duschschlauch. Zum Hintergrund: Legionellen vermehren sich zwischen 20 und 45°C, ab 60°C sterben sie schnell ab.
Mehrfach geschützt
- Trockenlauf-Schutz: Steigt die Temperatur beim Heizen nicht, schaltet der SmartKnob ab. Wie lange er wartet, hängt von Heizstab und Boilergröße ab, zum Beispiel rund 3 Minuten bei 660W und 10 Litern. Wieder einschalten kannst nur du, nie eine Automatik.
- Defekter Heizstab: Ist der Heizstab an, aber es fließt kein Strom, bekommst du nach 20 Sekunden einen Hinweis.
- Übertemperatur: Über 75°C schaltet der Boiler ab und gibt erst unter 70°C wieder frei.
- Frischwasser-Schutz: Ist der Frischwassertank unter dem Minimum, bleiben die Heizstäbe aus. Der Boiler heizt nie ohne Wasser.
- Batterieschutz, der auch ohne SmartKnob wirkt: Beim Einrichten berechnet der SmartKnob Sicherungswert und Unterspannungsschutz, passend zu 12V oder 24V und mit Reserve für die Ladespannung, und speichert beides im Modul. Dort arbeitet der Schutz selbstständig weiter, auch wenn der SmartKnob einmal ausfällt.
- Not-Aus im Modul: Fällt der SmartKnob aus, während ein Heizstab läuft, schaltet das Modul (Switchy oder Ampy) den Heizstab nach kurzer Zeit selbst ab. Das gilt nur für Heizstäbe, Kühlschrank und Licht bleiben an. Mehr dazu in Heizstab-Schutz: Dein Boiler heizt nie unbeaufsichtigt.
- Schutz wird nachgeliefert: War ein Modul beim Einrichten nicht erreichbar oder hatte zwischendurch keinen Strom, schickt der SmartKnob Sicherung, Unterspannungsschutz und Not-Aus automatisch nach, sobald das Modul wieder da ist, und zusätzlich regelmäßig im Hintergrund.
- Richtige Uhrzeit: Nach einem Stromausfall heizt der Timer nicht mit falscher Uhrzeit los, sondern wartet sichtbar. Sobald du das Dashboard öffnest, stellt sich die Uhr automatisch. Normale Neustarts überbrückt sie von selbst.

Ehrliche Anzeige
- Ist ein Gerät nicht erreichbar, springt der Schalter zurück und die Kachel sagt es. Sie zeigt nie einen Heizstab als „an“, der in Wirklichkeit aus ist.
- Nach einem Neustart steht dort „Warte auf Daten …“ statt einer falschen Fehlermeldung.
- Jedes Ereignis landet im Protokoll: Schutzfunktion ausgelöst, Moduswechsel, Timer, Landstrom, Sonnenstrom. So siehst du immer, was wann warum passiert ist.
- Jede Information steht genau einmal: Die Kachel zeigt den Zustand, die aufgeklappte Ansicht die Bedienung und die Detailseite Verlauf und Einstellungen.
- Laufzeit und Schaltvorgänge je Heizstab sowie die Energie von heute, gestern und insgesamt bleiben auch nach Neustart und Stromausfall erhalten, genauso das Protokoll.
- Schutzauslösungen, Hygiene-Durchläufe, Eingriffe in die Heizung und die höchste und tiefste je gemessene Wassertemperatur stehen in der normalen Gerätediagnose. So lässt sich eine Supportanfrage beantworten, ohne dass jemand vor Ort mitschreiben musste.

Was du dafür brauchst
- Den SmartKnob als Zentrale, dazu Switchy oder Ampy für die Heizstäbe.
- Fluidy mit einem Temperatursensor am Boiler. Den brauchst du für Regelung, Timer, Restzeit, Hygiene-Programm und Frostschutz. Ohne Sensor kann das Widget nur schalten, nicht regeln.
- Für den Frischwasser-Schutz nutzt das Widget dein vorhandenes Tank-Widget mit.
Noch Fragen? Wir helfen persönlich weiter.
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